Samstag, 6. Februar 2010

Lez Zeppelin

Gestern Abend haben Lez Zeppelin aufgespielt. Jeder dem ich erzählt habe, dass ich aufs Lez Zeppelin Konzert gehe, dachte zuerst ich gehe auf ein Led Zeppelin Konzert. Deshalb erkläre ich nun den Unterschied:
  • Led Zeppelin ist eine englische Rockband aus den 70ern. Ihr wohl bekanntester Song ist Stairway to Heaven. 1980, nachdem der Schlagzeuger an seinem Erbrochenen erstickt war, haben sie sich aufgelöst.
  • Lez Zeppelin ist eine Led Zeppelin Coverband (man nennt das hier "Tribute Band") aus New York. Sie besteht nur aus Mädels. Ich frage mich ob das in einem Zusammenhang mit dem Namen der Band steht.
Um kurz nach 8 Uhr abends bin ich mit den ausgedruckten Tickets Downtown getingelt. Auf Höhe der 23sten Straße bin ich, vorbei am (guten alten) Flatiorn Building, zum Gramercy Theater gelaufen, wo Simon schon auf mich gewartet hat. Wie es sich für Männer unseres Alters gehört haben wir uns natürlich Sitzplätze gesucht. Bei einem Rockkonzert zu stehen ist etwas für die jüngere Generation. Mit der Hilfe eines Armbandes (das bescheinigt, dass man alt genug zu trinken ist), habe ich mir eine Kanne Dose (Dose heisst auf englisch übrigens can) Guinness gekauft (8$), dann gings auch schon los. Als Einstimmung (?) auf das Konzert wurde ein Video von der über NYC fliegenden Hindenburg gezeigt (die dann Feuer gefangen hat). Ich wusste gar nicht, dass es solche Videos gibt und fand sie ziemlich cool. Hier und da kann man sie auf youtube sehen (bei beiden Videos sieht man ab 4:00 New York, ich glaube übrigens mal gelesen zu haben, dass die Stange oben auf dem Empire State Building wurde gebaut, damit Luftschiffe dort andocken können).
Die Mädels hattens ziemlich drauf und haben viele Klassiker von Led Zeppelin gespielt.

Zwischendurch wurde es ein wenig freaky

(wie bei den echten Led Zeppelin auch, dieses Instrument im zweiten Video heisst übrigens Theremin. Es wurde von einem russischen Physiker erfunden und ich bin mal extra ins deutsche Museum gegangen um eines zu sehen, da war der entsprechende Raum aber geschlossen.). Irgendwann hat es nach Gras gerochen. Also ich weiß natürlich nicht wie Gras riecht, aber so würde ich mir den Geruch vorstellen. Was ich (und der alte Mann der mich nach dem Konzert aufm Männerklo angeredet hat) vermisst habe war der "Immigrant Song" und "Since I've Been Loving You" (Stairway to Heaven haben sie auch nicht gespielt). Ansonsten fand ichs richtig gut. Sie waren zweieinhalb Stunden auf der Bühne, was ich respektabel finde.

Als ich meine Bierdose leergetrunken hatte, bemerkte ich, dass da drin etwas ist. Wenn man die Dose geschüttelt hat, hat man es gehört. Mein erster Gedanke war natürlich: Vielleicht, lieber Ju, kannst Du nun das amerikanischste was man nur machen kann tun: Eine große Firma verklagen, weil man in einer von ihr hergestellten Dose ein halbes Gebiss, ein Daumen oder so gefunden hat! Um meinen eventuellen Rechtsanspruch hieb- und stichfest zu machen, habe ich mich vor dem Gramercy Theater von Simon mit der Dose filmen lassen:

Falls meine Stimme "Live" genauso klingt möchte ich mich hiermit bei allen Menschen mit denen ich je geredet habe entschuldigen.

Auf dem Heimweg (das Empire State Building wird zur Zeit übrigens rot beleuchtet) war ich sehr gespannt was wohl in der Dose sein würde. Wie eine Wundertüte für Alkoholiker! In unserer Wohnung habe ich die Dose deshalb sofort professionell und völlig ohne das Risiko mir einen Korkenzieher in die linke Hand zu rammen geöffnet (macht das nicht zuhause nach!):


Was für eine Überraschung! Ein Ball! Eine mehrstündige Webrecherche hat schließlich offenbart, dass dieser kleine Ball dafür sorgt, dass das Bier schön schäumt. Ich erinnere mich noch an den Moment des Öffnens und kann dies bestätigen. Mit diesem neuem Wissen im Gepäck habe ich mich schlafen gelegt. Um ein wenig Abwechslung in mein Leben zu bringen, habe ich dabei meinen Kopf auf die Seite des Bettes gelegt, wo sonst meine Füße sind. Ich habe mich praktisch falschrum ins Bett gelegt! Schlafen konnte ich trotzdem.

Heute in der Uni ist mir im Aufzug folgendes Geschmier aufgefallen:Ich stimme zu.

1 Kommentar:

  1. Guinness Bier wird mit Stickstoff gezapft, statt mit Kohlendioxid. Erinnerst du dich nicht mehr an den Pub im Londoner Eastend (In dem auch Jack the Ripper einst sein Unwesen trieb) wo wir das Guiness getrunken hatten. Damals hatte ich dir das bereits gesteckt.

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