Mittwoch, 30. September 2009

Kälter

Heute war es kälter, da haben wir das Fenster nicht ganz aufgemacht..

Dienstag, 29. September 2009

Das ist die Ivy League.

Wie öffnet man unser Bürofenster? (Also so, dass es nicht gleich wieder zufällt)

Lösung: Benutze merkwürdigen Schläger aus dem Computerraum mit Fenster.Die Klimaanlage in unserem Büro ist übrigens kaputt und an meinem Platz habe ich praktisch keinen WLAN Empfang. Wenn ich was runterladen will starte ich den Download und trage mein Notebook zur Tür, wo ich warte bis der Download fertig ist.

Das ist die Ivy League.

Sonntag, 27. September 2009

Vorlesungen & Freiheitsstatue

So, nach einer stressigen Uniwoche möchte ich erstmal ein bisschen was zu den Vorlesungen schreiben: Ich bin ja offiziell hier um mich auf meine Diplomarbeit vorzubereiten, deshalb höre ich dieses Semester folgende Vorlesungen:
  • Electromagnetic Theory: Das ist sowas wie fortgeschrittene Elektrodynamik. Wir haben da angefangen wo eine "normale" Elektrodynamikvorlesung aufhört (Lorentzkovariante Formulierung) und das ganze soll uns auf Quantenfeldtheorien vorbereiten. QFT1 werde ich mir dann im Sommersemester geben. Was ich bisher an der Vorlesung nicht mag: Pseudoskalare und axiale Vektoren.
  • Quantum Mechanics I: Ja, ist halt wichtig. Und ist 'ne Vorlesung für Doktoranden. Nachdem ich jetzt ein wenig mehr Ahnung von Mathe hab' als bei meiner ersten Quantenmechanik I Vorlesung in München hoffe ich die Theorie im zweiten Anlauf besser zu verstehen. Bisher mit Erfolg.
  • Particle Phenomenology: Das ist das Standardmodell, eher experimentell. Da ich keine Ahnung davon habe und gerne wüsste worums im Standardmodell geht (und auch als Vorbereitung auf QFT1) hab' ich den Kurs gewählt. Bei diesem Kurs habe ich bisher am meisten zu kämpfen, weil ich echt keine Ahnung davon habe und das Tempo in der Vorlesung ziemlich hoch ist.
Ich muss in Elektrodynamik und Quantenmechanik jede Woche ein Übungsblatt lösen. Als ich am Freitag Abend mein Elektrodynamikblatt fertig hatte, dachte ich mir "Voll cool, jetzt kann ich das ganze Wochenende Darstellungstheorie machen!". Dann habe ich kurz innegehalten, mich daran erinnert, dass ich New York bin und beschlossen, am Samstag mit Freunden zur Freiheitsstatue zu fahren.

Die Fähre zur Freiheitsstatue fährt unten am Battery Park los. Samstag Nachmittag ist da natürlich ne total lange Schlange und dass man die Karten kaufen muss bevor man sich anstellt haben wir auf die harte Tour rausgefunden. Nachdem wir Tickets gekauft hatten (12$) mussten wir uns nochmal hinten anstellen. Das war nicht so schlimm, denn in der Schlange wurden wir glücklicherweise von Straßenmusikern unterhalten. Einer hat uns gefragt woher wir kommen (England/Niederlande/Deutschland) und hat die Nationalhymnen der anderen auf einer Steel Pan gespielt. Die deutsche Nationalhynme wollte er direkt neben den ganzen Holocaust Gedenktafeln im Battery Park nicht spielen, aber ich hab' dafür die Ode an die Freude von Beethoven bekommen:

Bevor man auf die Fähre gelassen wird muss man durch Sicherheitskontrollen wie auf einem Flughafen. Die Fähre fährt erst nach Liberty Island, dann nach Ellis Island und von da zurück zum Battery Park. [BILD FEHLT]Das erste was man sich denkt, wenn man direkt vor der Freiheitsstatue steht, ist: "Ich dachte, die wäre größer!"Ein Mädel aus unserer Gruppe hatte einen Apfel dabei, der mich auf eine absolut geniale Idee gebracht hat: Ich beisse in einen Apfel, direkt vor New York (= the big apple)!! So ein Bild hat sicher niemand anders auf der Welt! Das ist übrigens keine Designerfrisur, sondern Wind.

Der zweite Stopp der Fähre, Ellis Island, ist wahrscheinlich weniger bekannt: Von 1892 bis 1924 musste jeder, der über New York in die USA wollte, nach Ellis Island. Dort wurden täglich bis zu 5000 Menschen medizinisch untersucht und bürokratisch abgefertigt. Heute ist das ganze ein Museum, das mancher vielleicht aus dem Film "Hitch" kennt. Die ganzen Daten von den Immigranten sind inzwischen online, sodass man überprüfen kann wann und ob ein in die USA emigrierter Vorfahr über Ellis Island eingereist ist. Im Museum gibt es einen "Baum der Sprache", an dem Wörter die die Immigranten in die USA mitgebracht haben gelistet sind und woher sie kommen. Manche sind klar, dass wohl von "pfui" kommt konnte ich mir auch noch denken, aber: Vielleicht spreche ich ja nicht gut genug Deutsch, aber welche deutschen Wörter assoziiert man mit und ?

Zurück auf Manhattan (auch eine Insel) sind wir dann nach Chinatown zum Abendessen. Mein Lieblingsgericht in chinesischen Restaurants ist inzwischen Hünchen mit Sesamsoße. Danach waren wir auf einer Wohnungseinweihungsparty in der 14th&1st mit phänomenaler Sicht auf Downtwon, auf dem ich ein Mädchen kennengelernt habe, das nicht wusste wie man Fahrrad fährt!!! Krass! (Jeder der mich kennt, weiß, dass ich meine Reaktion natürlich diplomatischer formuliert habe)

Heute wird wieder gearbeitet. Gewählt habe ich übrigens schon vor 2 Wochen per Briefwahl, aber das war so unspektakulär dass ich nichts dazu geschrieben habe. Was mich damals sehr gefreut hat war, wie schön explizit und genau in Deutschland die Anweisungen für das, was man machen muss, sind. Auf der Rückseite stand das ganze nochmal in Worten. Idiotensicher, das finde ich gut!

Montag, 21. September 2009

Danke Katha!

Nachdem ich heute 8 Stunden in meiner patriotisch dekorierten Bürozelle (Fahne vom Oktoberfest im Central Park) verbracht hatte, bin ich mal den Gang nach vorne spaziert um zu gucken, ob ich Post habe. Und siehe da: Eine Karte aus München! Ich habe sie, während einer kurzen Arbeitspause, in meinem Buero gelesen und sobald ich Zeit habe mir Tesafilm zu kaufen kommt sie an die Wand. Danke Katha (mit der ich auf der Schule war und im die im selben Studentenwohnheim gewohnt hat, für alle die sie nicht kennen)!
Meine Adresse kann uebrigens gefunden werden wenn man meinen Namen bei Google sucht und dabei beim Nachnamen ein p vergisst, aber das nur so nebenbei.

Was habe ich heute sonst noch erlebt? Ich habe mich beim Essen vollgekleckert und die "-" Taste meines Notebooks repariert, unter der Dreck war und die deshalb nicht mehr richtig funktioniert hat. Ich würde sagen mein Leben ist zur Zeit am ehesten mit dem eines Rockstars zu vergleichen.

Samstag, 19. September 2009

Neue Wohnung, Einweihungsparty & Oktoberfest

Gestern durften wir nun endlich endgültig unsere Wohnung beziehen. Sie liegt in der 152sten Straße [BILD FEHLT]und mit dem Fahrrad braucht man ca. 10-15 Minuten zur Uni (einfach alle roten Ampeln ignorierend den Broadway runterradeln)

Jeder hat ein eigenes Zimmer (welches meins ist dürfte schon klar zu erkennen sein) und wir teilen uns eine große Küche mit Esstisch, in der es sogar eine Spülmaschine gibt! Die Wohnung ist möbliert und folgende Einrichtungsgegenstände sind uns besonders aufgefallen:

Bild von einem Kerl an meiner Zimmerwand

Bild von einem Kind in der Küche

Eimer mit Kohle und schwarzen Kinderköpfen in der Küche
Nackte Puppe in einer riesigen Glasglocke

Was macht man, wenn man neu in eine Wohnung einzieht? Ganz klar: Einweihungsparty! Um unser Land zu vertreten (und weil das Oktoberfest ja am Samstag losgegangen ist) hat Simon seine Tracht und ich mein München T-Shirt angezogen, wir haben unser Adressbuch gezückt und die Leute, die wir bisher kennengelernt haben, eingeladen. Ein paar sind sogar gekommen:
Wir konnten Simon davon überzeugen, für uns den Schuhplattler zu tanzen (Video leider um 90° gedreht),

was diese Reaktionen zur Folge hatte:

Ich selbst habe konnte meine Überzeugung, dass der Steckdosenadapter im Bad wie Jack Sparrow aussieht, an ein einige Gäste weitergegeben:
Um 4 sind die letzten gegangen, im Laufe der nächsten Wochen werden wir mit der Aufräumarbeit beginnen.

Als wir heute morgen (15 Uhr) aufgestanden sind, haben wir erfahren, dass im Central Park heute auch Oktoberfest ist. Also Simon in die Tracht, ich ins Deutschland Trikot und hingeradelt.Das ganze war einfach ein Zelt, in dem Leute Bier getrunken haben, mit einer Bühne daneben.
Wer hätts gedacht.


Natürlich gab es auch was zu Essen und eine große aufgeblasene Bierflasche, einige Fragen warf die Veranstaltung jedoch auf:
  1. Wieso keine Bierbänke?
  2. Wieso gibt es im Trump Taj Mahal ein Oktoberfest Ende Oktober?
  3. Was hat Radeberger mit dem Oktoberfest zu tun?
  4. Wo ist eigentlich Traunstein?
  5. Was hat DIESE Kleidung mit Bayern zu tun?



Abschlussbild dieses Eintrags: Sonnenuntergang im Central Park