Letztes Wochenende gings nach Boston. Eckdaten des Trips:
- Teilnehmer: Simon (mein Mitbewohner), Lily (Simons Freundin), Subir (Kommilitone), Divya (Bekannte von Subir), Ju (ich)
- Zeitraum: Samstag 16.01. morgens bis Sonntag 17.01. abends
- Fortbewegungsmittel: gemieteter Ford Taurus
- Ziel: Boston, Massachusetts

Lily hat eine richtig gute Kamera die sie immer dabei hat, deshalb gibt es in diesem Blogeintrag zwei Arten von Bildern:
- Die, die gut aussehen, sind von Lily.
- Die, die irgendwie nicht so gut aussehen, sind von mir.
Aber jetzt mal von vorne:
Samstag morgen mussten wir in aller Frühe aufstehen,

da wir um 6 Uhr abgeholt werden sollten. Um kurz vor halb 7 hat uns Subir dann bei uns daheim mit dem Mietsauto abgeholt

und schon um kurz nach 7 hatten wir die Mädels (die mit dem Auto ca. 5 Minuten wegwohnen) aufgesammelt und konnten losdüsen. Wir sind, vorbei an der George Washington Bridge,

durch die Bronx nach Norden gefahren und durften den Sonnenaufgang vom Auto aus genießen.

Gefrühstückt wurde unterwegs.

Nach ca. 3 Stunden Autofahrt

waren wir in Boston,

der Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts.

Unser erstes Ziel war aber nicht Boston, sondern Cambridge. Cambridge ist im Prinzip ein Stadtteil von Boston, wie man auf der folgenden Karte sieht:

Da die Leute in Cambridge aber etwas besonderes sind gehört es nicht zu Boston, sondern ist eine eigene Stadt. Ob das etwas mit der Tatsache, dass Harvard und das MIT (Massachusetts Institute of Technology) dort sind zu tun hat?

Unser erstes Ziel war das MIT.
Schon auf dem Weg vom Parkplatz zur Uni durften wir eine Kreation der lokalen Architekten bestaunen:
Simmons Hall (Studentenwohnheim)

Was man vom MIT vielleicht kennt ist der "infinite corridor",

der allerdings nicht unendlich, sondern nur 251 Meter lang ist. Wie man auf dem Foto sieht, war ich sehr enttäuscht. Außerdem gibts da noch den Kuppelbau

und diverse Gebäude, auf denen Namen von berühmten Persönlichkeiten der Geschichte stehen

(na, auf welches mich verherrlichende Newtonzitat spielen Simon und ich da an?).
Geht man direkt vor dem Kuppelbau

über die vierspurige Straße ist man direkt an dem zugefrorenen Fluß, der die beiden Städte Cambridge und Boston trennt.


Nach ein paar Fotos dort haben wir uns den Campus noch ein bisschen angeschaut.



Dabei ist mir aufgefallen, dass es am MIT ziemlich viel gibt: Es ist ausgestattet MIT einem Segelpavilion,

MIT Bibliotheken,

MIT einem Museum

und sogar MIT Polizei.

Ich möchte mich an dieser Stelle für den letzten Satz entschuldigen.
Zurück im Auto sind wir zu Harvard weitergefahren, natürlich nicht ohne Wert auf die Geschmeidigkeit unserer Hände zu legen (die Luft ist trocken und kalt!).

Die Gegend von Harvard ist genauso spannend

wie die vom MIT:
JFK School of Government

John Harvard Statue

Interessantes Hintergrundwissen zur Harvard Statue: Auf der Statue steht "John Harvard, Founder, 1638", aaaber:
- Die Skulptur zeigt nicht John Harvard, da der Typ der sie gemacht hat kein Bild von ihm hatte.
- John Harvard hat die Uni nicht gegründet sondern ihr "bloß" sein halbes Vermögen und seine Bücher vermacht. Aus Dank haben die Gründer die Uni nach ihm benannt.
- Die Uni wurde 1636 gegründet.
Das Motto der Harvard University ist übrigens "Veritas". Das ist lateinisch und bedeutet "Wahrheit".

Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit: Harvard Square Parking Garage

Als wir uns auch vom Harvard Campus sattgesehen hatten





sind wir zu unserem Motel gefahren.


Das Motel war ungefähr 30 Autominuten südlich von Boston in einer kleineren Stadt. Zu Abend gegessen wurde bei "Friendly's"



(Gott war mir nach dem "Fribble" schlecht!), anschließend wurde der lokale "Walmart" ausgecheckt.


Während ich noch von den Preisen beeindruckt war

(in New York 3,09$)

(in New York 5,44$)

(in New York mindestens 1,29$, meistens 1,59$)
haben Lily und Simon gleich Nägel mit Köpfen gemacht.

Im Motel gings dann ab ins Bett,

denn wir hatten geplant am nächsten Tag um 8 Uhr im Auto zu sitzen.
Am nächsten Tag sind wir, nach einem Motelfrühstück (Ahornsirup schmeckt mir nicht),


um ca. halb 10 wieder in Richtung Boston aufgebrochen.

An unserem zweiten Tag in Boston wollten wir uns Downtown vorknöpfen. Auch an diesem Tag habe ich Wert auf die Geschmeidigkeit meiner Hände gelegt.

Unsere Tour hat in "Boston Common", dem Central Park von Boston, angefangen.





Dann sind wir zur Cheers Bar gelaufen:

Cheers ist eine US-Fernsehserie gewesen, die sehr erfolgreich war. Sie spielte in einer Bar in Boston und die Cheers Bar war das Vorbild dafür. Ich kannte diese Serie nicht. Die Tatsache, dass sie in einer Bar spielt ist mir suspekt, da sie vermutlich Alkoholmissbrauch und Herumlungern verharmlost.
Im Intro, das zahlreiche Leute mit Alkohol zeigt und wohl suggerieren soll dass man seine Sorgen in dieser Bar wegtrinken kann, sieht man ganz am Anfang die Originalbar.Im Inneren geht man erstmal durch 2 Souvenirshops bis man in einem rechteckigen Raum ist, in dessen Mitte ein Tresen wie in der Serie steht.


Ich habe mir einen Boston Cream Pie (7,95$) gegönnt

und durfte dabei eine Dauerwerbesendung für den Jack LaLanne Power Juicer genießen.

Der Kuchen war echt lecker!!

Nach unserem Abstecher zur dieser historischen Stätte Bostons sind wir weitergelaufen zum Hancock Tower.


Der Hancock Tower ist das höchste Gebäude Bostons mit 241m (zum Vergleich: Das Empire State Building misst bis zur Spitze ca. 448m) und vor ihm steht eine Schildkrötenfigur.

Weiter gings, vorbei an der lokalen Bibliothek,

vor der Skateboarden verboten ist,

zum Prudential Tower, dem zweithöchsten Gebäude Bostons (229m; das Ding ganz rechts im Hintergrund wo "Prudential" draufsteht)

und dann zurück zum Boston Common, von dort aus startet nämlich der "Freedom Trail".

Das ist ein in den Gehsteig eingearbeiteter Pfad,

der einen an den historischen Sehenswürdigen vorbeiführt. Er endet bei der "USS Constitution", einem alten Kriegsschiff der USA das wird nicht mehr besichtigen durften, weil wir zu spät waren. Ein paar Bilder vom Trail:








Als wir am Ende angekommen waren wurde es schon dunkel und wir waren ziemlich fertig, also sind wir zurück zum Auto gelaufen



und haben die Heimreise angetreten. Dabei gab es einen Abstecher in die Gegend in der Subir mal studiert hat (UMass Dartmouth). Dort haben wir in seinem Lieblingspizzaschuppen zu Abend gegessen.


Auf der Heimreise hat es geregnet

und wir haben uns im Auto die Zeit mit hitzigen Diskussionen über Gleichberechtigung und so Kram vertrieben. Um 1:30 Uhr nachts waren wir dann zurück im guten alten New York und ich bin hundemüde ins Bett gefallen.
Auch hier wieder ein paar zusammenhangslose Kommentare:
- In Boston zählen die Ampeln auch runter. Anscheinend nimmt man hier aber zusätzlich an, dass die meisten Leute keine Zahlen lesen können, denn an jeder Ampel ist ein kleiner Lautsprecher, der zusätzlich einen Countdown spricht.

- In Boston sind die meisten Taxis weiß.
Ich vermute, dass das die alten Taxis aus New York sind, die ihre Farbe verloren haben. Ein paar gelbe gibts aber auch.
- In Boston ist alles ein bisschen edler.

- Ein wunderschönes Gebäude.

- In Boston ist der Schnee dreckig.

- Die Leute vom miT sind sehr lustig.

- 12345 war wohl schon weg.

- Benzinpreise in den USA:
Nimmt man als Beispiel das Premiumbenzin (die Preise sind pro Gallone, eine US Galone sind ca. 3,8 Liter) mit 2,899 $/Gallone und rechnet das auf €/Liter um, kommen beim heutigen Dollarkurs ca. 0,537 €/Liter raus. 