
Aber von vorne:
Am Dienstag mussten wir aus unserem Apartment ausziehen und hatten noch keine Bleibe bis zum 18. September. Wo schläft man für die drei Wochen? Niemand vermietet ein Zimmer für nur drei Wochen zu einem vernünftigen Preis und drei Wochen im Hostel sind ziemlich teuer. Unser Alternativplan: Wir haben alle, die wir bisher kennengelernt haben, gefragt, ob wir ein paar Nächte bei ihnen auf dem Boden pennen können. Zum Glück haben wir ein paar gute Seelen auf unserer Seite, und so haben wir uns am Dienstag Schlafsäcke gekauft und übernachten jetzt bei diversen Leuten auf dem Boden, so z.B. dieses Wochenende im Wohnzimmer von Lauren,
einer englischen Juristin. Morgen werden wir die letzten vier Nächte an vier verschiedenen Orten geschlafen haben - das ganze ist zwar anstrengend, hört sich aber schlimmer an als es ist. Entwarnung an Mama: Wir haben für die komplette Zeit schon Unterkünfte organisiert, werden also nicht unter der Brücke schlafen!Impressionen:
Mein Schlafplatz von Dienstag auf Mittwoch:
unsere "Nachbarschaft" von Dienstag auf Mittwoch (Harlem halt):

unsere "Nachbarschaft" von Dienstag auf Mittwoch (Harlem halt):
Abgesehen davon ging die Einführung an der Uni los. Da wir beide Gaststudenten in einem Programm, in insgesamt 14 Leute zugelassen wurden, sind, war die Einführungsveranstaltung ziemlich intim
und man hat die anderen schnell kennengelernt. Die Professoren haben uns von der Fakultät, den Forschungsmöglichkeiten und dem Aufbau des Studiums (für uns irrelevant) dort erzählt, es gab leckeres Essen und einem wurde gesagt wie alles abläuft. Highlights für mich als statussymbolorientierten Menschen:- Eine wunderschöne blaue Mappe mit meinem Namen drauf!

- Und noch viel toller: Wir haben Büros bekommen! Eigentlich sinds nur kleine Parzellen
in einem Büro für 10 Leute, aber hey, ich habe eine Büroadresse im Physikgebäude der Columbia University (mit Briefkasten, den ich mit 2 Leuten teilen muss).
Heute hatten wir dann jeder ein persönliches Gespräch mit unserem "Academic Advisor", der uns beraten hat, welche Kurse wir nehmen könnten und ab Dienstag (Montag = labour day = Feiertag in den USA) gehen die Vorlesungen los. Ich bin mal gespannt ob hier auch nur mit (Chlor)wasser gekocht wird.
Unterhaltungsmäßig waren wir Dienstag in West Side Story,
einer amerikanischen Version von Romeo & Julia. Was man daraus vielleicht kennt ist "I feel pretty" oder "America". Ich fands gut, bin hundemüde und räum mir hier noch ein bisschen meinen Arbeitsplatz ein.Schlussbemerkung: Columbia University Wlan ist offen!! D.h. jeder der sich auf dem Campus befindet kann einfach so da ins Internet, es stehen auch überall Computer rum an denen man sich nichtmal einloggen muss. Ich als Obdachloser finde das gut.
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