Sonntag, 23. August 2009

Relaxen

Da es gestern geregnet hat, konnten wir wieder nicht zum Strand fahren.
Stattdessen haben wir uns in unserer Wohnung von den letzten Tagen erholt
und sind den halben Nachmittag einfach nur rumgehangen (rechts auf dem Bett ist mein Schlafkorridor)
Gegen Abend haben wir an einer der Columbia-International-Student-Einführungsveranstaltungen teilgenommen: Und zwar waren wir in einem Comedy Club ("National Comedy Theatre")
in der 36th St, wo wir ein paar Columbia-Juristen und eine Columbia-Medizinerin kennengelernt haben. Nach der Vorstellung haben wir uns in der Nähe des Times Square (übrigens 42nd & Broadway)
Bier gekauft und sind mit der U-Bahn
zu Kseniyas Geburtstagsparty gefahren. Man beachte, dass das Bier in einer braunen Papiertüte ist: Da das Trinken in der Öffentlichkeit in New York verboten ist (70$ Strafe), packt man seine alkoholischen Getränke einfach in eine braune Papiertüte. Dann ist es ok, weil ja niemand weiß dass in der braunen Papiertüte Alkohol ist.

Samstag, 22. August 2009

Regen, Village & Brooklyn

Gestern wollten wir uns, nachdem wir die wichtigsten Dinge jetzt erledigt haben, einen schönen Tag am Strand gönnen.
Wir hatten uns schon Handtücher (7,99$ im Marshalls an der 125th & Lenox) gekauft, als wir erfahren haben, dass der Strand wegen einer Unwetterwarnung gesperrt wäre.
Da wir direkt neben einem Park mit einem Swimmingpool leben
[BILD FEHLT]sind wir dann da hin. Erfrischt haben wir uns spätes Mittagessen bei Manna's (auch 125th & Lenox) gekauft und sind runter zum Central Park geradelt, um dort zu essen:
kurze Zeit später:
nochmal kurze Zeit später:
Als der Regen aufgehört hatte, haben wir die Fahrräder nach Hause gebracht

und sind mit der U-Bahn Downtown gefahren. Dort sind wir ein wenig durchs East Village (EV-Pfeil, der untere Pfeil zeigt nach Chinatown)
[BILD FEHLT]spaziert, vorbei an hängenden Turnschuhen,
lustiger Werbung,
und den Hells Angels.
Zu Abend gegessen haben wir in einem kleinen Restaurant in Chinatown. Dort waren wir die einzigen nicht-Asiaten. Wir haben uns natürlich angepasst und, traditionell asiatisch, Rindereintopf mit Mangomilchshakes bestellt:
Beim Essen selbst scheint das geübte Auge einen Unterschied zwischen uns und echten Asiaten gemerkt zu haben (bei uns: Löffel = Messer, Stab = Gabel),
denn unsere (asiatischen) Tischnachbarn haben uns ziemlich bald Tipps gegeben, welche Rindteile die Besten in unserem Eintopf sind (irgendwelche Sehnen, soweit wir verstanden haben. Haben ausgesehen wie Fett, konnte man aber gut kauen).
Nach dem Essen haben wir uns wieder mit Olga, mit der wir schon im Comedy Club in Queens waren, und ein paar Freunden von ihr getroffen, um nach Brooklyn in eine Salsa-Lounge (Achtung: auf deren Seite kommt sofort Musik) zu fahren. Dort haben wir bis ca. 3 zu merkwürdiger Musik (die von einem Live-Bongo-Spieler "enhanced" wurde) getrunken & getanzt und sind dann mit der U-Bahn nach Hause. Bilder davon gibts erst später, weil die nicht wir gemacht haben.
Gestern war ein ziemlich unspektakulärer Tag, aber heute schaffen wirs hoffentlich zum Strand! Und am Abend gehen wir auf Kseniyas Geburtstag Downtown in der Delancey St.

Donnerstag, 20. August 2009

Manhattan by bike

Heute sind wir nach dem Frühstück erstmal in der Hood gewesen, um mir 'ne kurze Hose und uns Prepaid Handykarten zu kaufen. Dann sind wir (in kurzen Hosen) durch den Park zur 106th St & Park Ave gelaufen, um uns in einem kleinen Bikeshop Fahrräder zu kaufen.
Nachdem wir Fahrräder, Schlösser, Helme (ganz wichtig in NYC, da macht nämlich kein Autofahrer nen Schulterblick vorm Rechtsabbiegen und es gibt nicht viele Fahrradwege) und Licht gekauft hatten, sind wir auf der Höhe 106th St zum Hudson River rübergefahren, um einmal um den Südteil unserer kleinen Insel zu fahren (oben links gings los; die Nummern rechts unten werden später erklärt):
[BILD FEHLT]Wir sind also an der linken roten Linie am Hudson River Richtung Battery Park (großes B links unten) geradelt. Wenn man am Hudson entlangradelt hat man die ganze Zeit 'nen guten Blick auf Jersey City
und sieht vom Battery Park aus (der an der Südspitze von Manhattan ist),
auch die Freiheitsstatue (zumindest so ein bisschen von der Seite):
Wir wurden langsam hungrig, also sind wir zum Subway (Sandwich Laden) in der Water Street (direkt am Battery Park) gegangen,
haben uns Sandwiches gekauft und sie im Battery Park gegessen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Amerikaner wirklich alles mit Warnungen und expliziten Hinweisen versehen, genau so wie wirs von ihnen erwarten:

Mein Sandwich (Meiner Subway-Erfahrung nach ein wenig übertrieben)

Mein neues Fahrrad (wir haben nichtmal eine Anleitung dazu bekommen!)

Die Tür in unserer kleinen Dachwohnung (Wenn man auf das "PUSH"-Schild drückt wird die Tür entriegelt; eigentlich ganz praktisch weil man sie ja durch das drücken auch gleichzeitig aufdrückt.)

Dann haben wir uns an der U-Bahn Station (Linie 1, Haltestelle South Ferry; auch direkt am Battery Park) mit einer ehemaligen Columbia Studentin (Kseniya) getroffen und sind auf der roten Linie weiter zur Brooklyn Bridge (die schwarze 1 auf dem Bild ganz oben) gelaufen:
man beachte
  1. im Hintergrund sieht man noch die Manhattan Bridge (schwarze 2 in der Karte ganz oben am Anfang des Eintrags). Ansonsten gibt es als Verbindungen Manhattan-Long Island noch die Williamsburg Bridge (schwarze 3 oben), die Queensboro Bridge (schwarze 4 oben, bekannt aus dem Text im Intro von King of Queens) und weiter oben noch die RFK (Robert F. Kennedy) Bridge (schwarze 5 oben, hieß früher Triboro Bridge)
  2. meine neue Hose!!
Kseniya hat uns dann auf die Brooklyn Bridge geführt. Von da aus hat man einen super Blick auf Lower Manhattan:
Dann sind wir schnell an der roten Linie hochgeradelt,
weil ich um 9 Uhr abends noch ein Rendevouz hatte:
Und zwar waren wir an unserem ersten Abend noch ein bisschen durch unsere Nachbarschaft spaziert, und an unserer U-Bahn Station hat uns ein Mann im Rollstuhl angelabert, dass er dringend Geld brauchen würde. Ich hab' ihm 3$ gegeben. Später an dem Abend hatten wir ihn nochmal getroffen und er meinte, er bekäme am Mittwoch Geld und würde mir 10$ zurückgeben, wenn ich ihm nochmal 2$ gäbe (gäbe? Ist das überhaupt deutsch?). Müde und gutmütig wie ich war, hab' ich ihm nochmal 2$ in die Hand gedrückt und gesagt, dass ich nie wieder einem Obdachlosen (ich weiß nicht mal ob er einer war!) Geld geben werde, wenn er am Donnerstag um 9 nicht da ist um mir das Geld zurückzugeben. Wir waren heute um 9 am vereinbarten Treffpunkt und ich musste enttäuscht feststellen, dass man den Obdachlosen in New York City nicht trauen sollte. Wer hätte das gedacht! (Ja ich weiß ich bin ein Idiot, aber irgendwie glaub' ich noch an das Gute im Menschen) Jetzt kann ich wenigstens mit besserem Gewissen die ganzen Bettler in den Straßen ignorieren, weil mir niemand vorwerfen kann ich hätte ihnen keine Chance gegeben!
5$ ärmer und eine Erfahrung reicher sind wir dann nach Hause geradelt, um unsere Subway-Reste zu essen.

Noch ein paar Worte zum Fahrradfahren in New York:

Als Fußgänger in NYC achtet man nicht auf Ampeln. Man nennt das ganze Jaywalking und Wikipedia sagt dazu:
In some cities (e.g. New York City), although prohibited, "jaywalking" behavior has been so commonplace that police generally cite or detain jaywalkers only if their behavior is considered excessively dangerous or disruptive.
(Aus dem Wikipediaeintrag zu "Jaywalking")

Konkret heisst das: Scheiss auf Ampeln, guck ob ein Auto kommt und geh. Es ist dabei völlig egal ob ein Polizist direkt neben dir steht.

Nachdem wir uns das als Fußgänger schon gut angeeignet hatten, wollten wir mal wissen wies als Fahrradfahrer aussieht und haben folgendes gemacht:
  • Wir sind ungefähr 10 mal über rote Ampeln geradelt (natürlich langsam und auf den Verkehr achtend) während Polizei präsent war (also wirklich Polizeiautos in der Nähe der Ampel waren oder Polizisten dastanden!)
  • Wir sind falschrum in Einbahnstraßen gefahren, während Polizei in der Nähe war
Ergebnis: Es hat niemanden interessiert

Fazit: Tu was Du willst. (Aber pass' auf dich auf..) Kann man sich als Deutscher irgendwie schwer vorstellen.

Damit man fahren kann wie man will braucht man aber ein Fahrrad, und das zu behalten ist in NYC wohl schwerer als in München:
Wenn man sein Fahrrad behalten will nimmt man es mit in seine Wohnung, wenn man daheim ist. Außerdem werden die Reifen und der Sattel mit Ketten am Rahmen befestigt, und wenn man das Fahrrad draußen irgendwo abstellt benutzt man ein dickes Schloss, mit dem man das Hinterrad auch nochmal mit dem Rahmen verbindet (und natürlich mit irgendwas festem am Abstellort).
Schutzblech und Fahrradbeleuchtung sollten, wenn vorhanden, natürlich abnehmbar sein.
Ich bin gespannt wie lange ich mein Fahrrad haben werde.

Mittwoch, 19. August 2009

Manhattan 101, Deutsches Konsulat & 152nd St

So, heute schreibe ich erstmal ein wenig über die Struktur von Manhattan.
Manhattan ist einer der fünf Stadtteile von New York City:
[BILD FEHLT]Der Fluss westlich von Manhattan ist der Hudson River (auf der anderen Seite des Flusses ist New Jersey), der zwischen Manhattan und Brooklyn bzw. Queens ist der East River.
In Manhattan gibt es die Houston Street (Rot im Bild; spricht man "haustn", nicht "justn") und den Broadway (Schwarz im Bild).
[BILD FEHLT]Unterhalb der Houston Street haben die Straßen Namen, oberhalb sind die Straßen (bis auf den Broadway und ein paar Straßen im Greenwich Village, direkt links überhalb der roten Linie) alle parallel angeordnet ("the grid", also "das Netz").
Die auf der Karte horizontalen Straßen sind einfach durchnummeriert und werden mit "Street" bezeichnet, die vertikalen Straßen nennt man "Avenue". Sie werden zum Teil durchnummeriert (z.B. 5th Avenue), manche haben aber auch Namen (z.B. Amsterdam Avenue).
Will man nun schnell eine Adresse ungefähr angeben, kann man einfach die Kreuzung Straße und Avenue sagen und jeder weiß sofort wo das ist. Zum Beispiel wohnen wir gerade an 124th & 5th, und die Columbia University ist an der 116th & Broadway.

So und nun zu dem, was wir heute erlebt haben: Wir wollten ja gestern eigentlich eine Wohnung an der 152nd & Broadway besichtigen, hatten den Vermieter aber nicht erreicht. Heute morgen hats dann geklappt und er meinte, wir sollten Mittags zum deutschen Generalkonsulat (49th & 1st, da wo im letzten Eintrag der "UN"-Pfeil hinzeigt) kommen, wo er arbeitet. Das hat uns gefreut, weil wir da wegen des DAAD eh nochmal hinwollten. Der Typ hat uns die Schlüssel für das Apartment (zum besichtigen) gegeben und ist mit uns hoch in die 23. Etage zur Kantine, wos erstmal Wiener Schnitzel und 'ne super Aussicht gab.
Hier mal der Blick Uptown (= Richtung Norden)
und Downtown zu den United Nations Headquarters (der hohe Block da am East River):
Mehr Bilder aus dem 23. Stock gibts im Fotoalbum "NYC - Tag 3" (wenn man rechts bei "Fotos" auf "View my gallery" klickt).
Da wir dann schon im Gebäude waren, haben wir nach dem Essen unsere DAAD Sachbearbeiterin besucht, die uns dann total nett eine Führung durch den 14. Stock gegeben und uns dabei allen möglichen Leuten vorgestellt hat.

Nach der Führung sind wir zurück zum Grand Central Terminal (42nd & Park Ave, siehe links oben im Bild ;) )
gelaufen und mit der U-Bahn hoch zur 145th St (St = Street) gefahren. Die 152nd St ist übrigens hier:
[BILD FEHLT](die gelbe Linie direkt links vom Pfeil ist der Broadway; die gelbe Linie, über die die Spitze des Pfeils gemalt ist, ist Amsterdam Avenue; die Wohnung ist in der 152nd St zwischen Broadway & Amsterdam Ave)

Auf dem Weg zur Wohnung haben wir in der 151st St einen geöffneten Hydranten mit spielenden Kids gesehen, wie mans aus Filmen kennt.
Der Simon hat sogar ein Video gemacht:

Nachdem uns die Wohnung sowohl inhaltlich (genug Platz für Besucher) als auch preislich (jeder von uns muss nur 600$/Monat zahlen, was für Manhattan abnormal günstig ist) überzeugt hat, haben wir noch ein paar Leute (so 20) auf der Straße gefragt ob die Neighborhood sicher ist, und da fast alle zugestimmt hatten haben wir beschlossen, die Wohnung zu nehmen.
Verwirrt hat uns dabei eine Frau, die auf die Frage "Is the neighborhood safe?" einfach nur "no" gesagt hat, und dann ganz schnell weggegangen ist ohne sich umzudrehen. Wir vermuten, dass sie, wie viele Leute in der Neighborhood, nur Spanisch gesprochen hat.
Die Cops im Polizeirevier 151st & Amsterdam meinten sie hätten immer gut zu tun ("It's New York, you know. And it's not Downtown. Police is busy up here."), aber wenn man aufpasst wäre es nicht gefährlich (die dunklen Seitenstraßen meiden, wer hätte das gedacht).
Das blöde ist, dass wir die Wohnung erst ab dem 15. September bekommen und unsere jetzige Wohnung nur bis zum 1. September haben, aber dafür finden wir sicher auch noch eine Lösung. Bilder von der Wohnung gibts, wenn wir einziehen.
Da es fast schon Abend war, sind wir mit der U-Bahn zurückgefahren,
haben uns in Manna's an der 125th & Lenox Ave ein leckeres Abendessen (ich hatte Maccaroni mit Käse überbacken, "Mac & Cheese") gekauft
und das auf unserem Dach gegessen. Heute gehen wir früh uns Bett, weil wir morgen Fahrräder und Handykarten kaufen wollen. Außerdem wollen wir morgen in den Park gehen (the park = Central Park, so wie the city = Manhattan).

Warum habe ich in der Überschrift eigentlich "Manhattan 101" (sprich "Manhattan one oh one") geschrieben? - Ganz einfach: In den USA sind die Collegekurse durchnummeriert und 101 ist der erste Kurs vom ersten Jahr, also das Grundwissen. Und das mit den Streets und Avenues ist das Grundwissen für die Navigation in New York. (vgl. das Bild vom Album "NYC - Tag 2" auf dem "Recession 101" steht)

Columbia, Downtown & Comedy Club

Da jeder neuangekommene Student sich innerhalb von 7 Tagen bei der Uni registrieren muss, sind wir gestern zur Columbia (CU) rübergelaufen.
[BILD FEHLT]Gefrühstückt haben wir davor in Tom's Restaurant, das 2 Blocks südlich vom Columbia Campus ist:
Innen sieht der Laden übrigens gar nicht so aus wie bei Seinfeld.
Dann sind wir zur Uni gegangen und haben denen gesagt, dass wir jetzt da sind. Der Campus von der Columbia ist echt schön
und überall stehen Wasserspender, an denen man das gute New Yorker Chlorwasser trinken kann:
Am bekanntesten ist wohl die Bibliothek mit der Kuppel oben drauf:
Nachdem wir uns ein bisschen umgeschaut hatten, haben wir die U-Bahn ausprobiert
und sind Downtown gedüst. Wir wollten zum United Nations Plaza, weil wir irgendwie wissen, dass wir uns innerhalb von relativ kurzer Zeit nach unserer Ankunft beim DAAD melden müssen aber nicht mehr wissen nach wieviel Zeit und warum. Der DAAD ist im deutschen Generalkonsulat in New York, das (bis auf ein Gebäude) direkt neben dem Trump Tower steht (deutsche Flagge => Konsulat):
In München wird das amerikanische Konsulat mit Maschinenpistolen, mehreren hohen Zäunen, Scharfschützen und manchmal sogar Panzern bewacht und man kommt nur rein, wenn man einen Termin vorweisen kann und durch eine Sicherheitsschleuse gegangen ist, bei der man Handys abgeben muss und wie am Flughafen durch einen Metalldetektor muss. Ins deutsche Generalkonsulat in New York kommt man durch eine Drehtür. Unsere Ansprechpartnerin vom DAAD war natürlich nicht da.

Was gibt es in unmittelbarer Nähe des deutschen Konsulats? Richtig: Deutsches Bier!
Wir haben dann beschlossen zum Times Square zu laufen. Vielleicht versteh' ich da irgendwas falsch, aber irgendwie ist der Times Square einfach eine riesige Rundum-Werbetafel..
Wir sind einmal drübergelaufen und dann mit der U-Bahn nach Hause gefahren. Am Abend sind wir noch mit 3 Leuten (deren Telefonnummern ich von einer Bekannten hatte) die wir nicht kannten in einen Comedy Club in Queens gegangen. Die Comedy Show war im "Beer Garden", gratis und zum Großteil echt lustig. Waren bis 2 Uhr morgens im Beer Garden, haben getrunken und sind dann todmüde ins Bett gefallen.
Wir haben zwar weder eine Wohnung besichtigt, noch Handys gekauft, aber das machen wir heute.

Montag, 17. August 2009

Unterwittelsbach -> Manhattan

So, nachdem ich jetzt ausgeschlafen habe (bin um kurz vor 8 Ortszeit aufgestanden), kanns jetzt losgehen. Also ich verbringe die nächsten 9 Monate in Manhattan um dort an der Columbia University ein bisschen Physik zu studieren.
Während der Vorbereitungen hab' ich Simon kennengelernt, der genau dasselbe macht. Für die ersten zwei Wochen haben wir uns ein kleines Zimmer in Harlem gemietet, von dem aus wir uns was Neues suchen müssen.

Gestern morgen hieß es erstmal
Tschüss HausTschüss Familie
Um 10:10 sind wir dann von München aus losgeflogen und um ca. 22 Uhr (MESZ) waren wir in New York. Mein Platz im Flugzeug sah so aus:

Die Kopfhörer habe ich gebraucht um mir die (knallharten Action-) Filme "Selbst ist die Braut" und "Er steht einfach nicht auf Dich" anzuschauen und im Bordradio Songs wie "Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben" (Das gibts wirklich!! Da fühlt man sich komisch wenn man in Düsseldorf umgestiegen ist und dann das kommt) zu hören. Im Flugzeug haben Simon und ich nicht nebeneinander gesessen. Er war neben einem Austauschstudenten, der in Cortland studieren will. Das schreibe ich, weil wir beschlossen hatten zu dritt in die Stadt zu fahren (JFK ist ca. 30km von unserer Wohnung entfernt) und uns dabei schonmal übers Ohr hauen lassen haben. Die Geschichte klingt im Nachhinein echt so als wären wir total blöd, aber wir waren übermüdet und völlig orientierungslos! Also:

Als wir den Flughafen verlassen haben kam uns erstmal ein Mann im Nadelstreifenanzug entgegen und wollte uns für 150$ in die Stadt fahren. Soweit wir wussten kann man für 45$ (+ Brückengebühren) vom Flughafen nach Manhattan ein Taxi nehmen, er meinte allerdings das wäre nur von LaGuardia (andrer Flughafen in NY). Da uns das ein wenig teuer erschien haben wir mal zu den Taxis
geschaut. Da hieß es für 60$ kommen wir in die Stadt. Das Problem dabei war (und da sind wir uns noch nicht ganz einig), dass meiner Meinung nach nie das ganze Gepäck von uns dreien in ein Taxi gepasst hätte. Wenn wir zwei genommen hätten wärs wieder teurer gewesen. Naja, jedenfalls stehen wir da so und diskutieren, ob wir uns an die ewig lange Taxischlange stellen sollen und da spricht uns ein kleiner Inder (?) an, der mich sehr an Victor erinnert hat (deshalb fand ich ihn sympathisch, aber wenn ich jedem der wie Victor wirkt vertrauen würde wär ich wohl längst tot). Der meinte er fährt uns alle mit unserem Gepäck für 105$ in die Stadt. Irgendwie haben wir uns dann entschlossen mitzufahren. Diese Entscheidung hat uns zwar mehr gekostet als ein "normales" Taxi (falls wir das ganze Gepäck in eins bekommen hätten..), aber dafür haben wir definitiv Zeit gespart: Wir mussten bei den Taxis nicht anstehen und der Typ ist im Stau einfach rechts auf der Standspur an den Autos verbeigerast. Wir waren dann in weniger als einer halben Stunde bei unserer Wohnung. Das ganze war natürlich ziemlich dämlich und naiv, aber...naja, wir leben ja noch! (Ich habe mir überlegt ob ich die Geschichte schreiben soll, weil meine Mutter sicher ausflippt wenn sie das liest - tut mir leid Mama)
Jedenfalls sind wir dann bei unserem Haus angekommen
[BILD FEHLT]vor dem ein Haufen Trommler und Polizei waren
Außerdem war da ein Mann der wie Michael Jackson aussah und zu Michael Jackson getanzt hat (wie Michael Jackson). Ein alter Mann, der auf der Eingangstreppe saß, hat uns ins Haus gelassen und wir wurden dann unserem Vermieter aufs Dach zum Eingang unserer Wohnung geführt:
Das hier ist nun also das Zimmer, dass sich Simon und ich uns die nächsten zwei Wochen teilen:

Ich krieg die erste Woche das große Bett, Simon die zweite. Unsere Wohnung ist klein aber fein und wir haben eine schöne Aussicht von unserem Dach:
Als wir uns häuslich eingerichtet hatten, haben wir uns unsere Neighborhood angeschaut und ich muss sagen, es ist irgendwie genauso wie man sich Harlem vorstellen würde. Überall sitzen Leute auf ihren Eingangstreppen, kids skaten und breakdancen im Park und man hört aus den Läden HipHop. Wir haben uns dann nur noch ein paar Sachen (Getränke, Duschzeug und so) gekauft, ein bisschen Geld abgehoben und sind "früh" ins Bett (23 Uhr Ortszeit = 5 Uhr morgens MESZ).
Heute holen wir uns mal Handykarten und gucken uns eine Wohnung an.